Ein Vintage-Traum wird wahr

Die Hochzeit von Katharina und Nils stand von Anfang an unter dem Motto „Vintage“. Es sollte eine ganz außergewöhnliche Hochzeit mit viel Herz werden. Über ein Jahr hatten sie in die Planung der Hochzeit gesteckt, viel Herzblut dabei investiert und sind dabei über einige Hürden gegangen. Aber am Ende war es das alles wert: es war ihre Traumhochzeit.

Katharina und Nils leben in Berlin, sie wollten aber unbedingt in ihrer Heimat in Velbert heiraten, umgeben von ihren Familien und ihren besten Freunden. Beide sind sehr aktiv in ihrer heimatlichen Kirchengemeinde und so war es nach einigen Überlegungen klar, dass sie auch dort in der Kirche heiraten wollten. Für Katharina stand von Anfang an fest, dass sie ganz viel selber machen wollte. Sie ist näht selber gerne und liebt es, kreativ zu sein. Daher wollte sie auch ganz viele ihrer Vorstellungen selber umsetzen. So entstand ihr ganz eigenes und sehr persönliches Deko-Konzept, das zwar viel Arbeit und Aufwand erforderte, aber am Ende wirklich jeden einfach umhaute.

Zunächst wurden viele Ideen gesammelt, die sich dann langsam zu einem Gesamtbild formten. Viele Locations wurden besucht und angeschaut, um die perfekte Umgebung für diese Hochzeit zu finden. Es war von Anfang an klar, dass die beiden eine lockere Hochzeit haben wollten, die ein Barbecue mit einschloss.

Nach vielen Überlegungen hatten sich Katharina und Nils aber dazu entschlossen, im Gemeindesaal ihrer Kirche zu feiern. Dies war der Ort, mit dem sie viele Erinnerungen verbinden und so wollten sie auch am Tag ihrer Hochzeit dort die Menschen an ihrem Glück teilhaben lassen. Das hatte auch den Vorteil, dass sie nach der kirchlichen Trauung keinen Ortswechsel mehr hatten. Aber es war auch eine Herausforderung, die „nackte“ Halle in eine Festlocation zu verwandeln.

Aber dieser Herausforderung stellten sich die beiden mit viel Hingabe und Ideenreichtum. Katharina hatte schon viele Monate vor der Hochzeit damit begonnen, Vintage-Geschirr auf den Flohmärkten rund um Berlin zu kaufen. Denn die selbstgebackenen Muffins und Cupcakes sollten am Nachmittag der Hochzeit auf diesen Tellern serviert werden. Ebenfalls suchte sie sich kleine und große Vasen auf Flohmärkten zusammen, die für die Tischdeko genutzt werden sollten.

Um das perfekte Vintage-Ambiente zu bekommen, kaufte Katharina Vogelkäfige in verschiedenen Größen, verzierte unterschiedliche Gläser mit Spitzenbordüren und sammelte Blechdosen für die Dekoration der Blumen in der Kirche. Selbst die Kiste für die Kirchenhefte ergatterte sie für ein paar Euro auf dem Flohmarkt. Die Kirchenhefte waren eine ganz ungewöhnliche Kombination aus Papier und einem „Umschlag“ aus Stoff, den die Braut wieder genäht hatte. Als die alten Fenster in ihrer Berliner Wohnung gegen neue ausgetauscht wurden, zögerten Katharina und Nils nicht lange, und behielten die alten Fenster. Einige sollten als Dekoration ebenfalls auf ihrem Fest Verwendung finden. Und so fuhren die beiden ein paar Tage vor ihrer Hochzeit mit zwei vollgepackten Autos von Berlin nach Velbert, um ihre Hochzeitsfeier ganz im Vintage-Stil zu dekorieren.

Die kirchliche Trauung sollte eigentlich draußen auf der Wiese vor der Kirche stattfinden. Leider hatte es aber am Tag vor der Trauung so stark geregnet, dass die Trauung doch in die Kirche verlegt wurde. Aber auch drinnen kam die besondere Atmosphäre und das Vintage-Thema zum Tragen. Im Altarbereich standen alte Kisten und Blumensträuße in Blechdosen und Glasvasen, selbstgenähte Kissen waren auf den Stühlen verteilt und im Gang standen große Blechdosen gefüllt mit Schleierkraut.

Es sollte nach der Trauung alles so unkompliziert und locker wie möglich ablaufen. Die Gäste sollten sich einfach wohl fühlen. Am Nachmittag gab es statt der sonst klassischen Hochzeitstorte selbstgebackene Muffins, Cupcakes und Cakepops. Die süßen Leckereien wurden auf Etageren und Tortenplatten verteilt, die ebenfalls von Flohmärkten oder dem elterlichen Bestand stammten. Ein besonderer Eyecatcher war die liebevoll gestaltete Candy-Bar. Diese stand auf einem alten Teewagen aus dem Hause der Brautmutter. Die süßen Sachen waren in großen Gläsern gefüllt worden, die mit Spitzenborten verziert waren. Selbst die Wimpelkette hatte die Braut selber genäht.

Eine Loungeecke in dem großen Saal sollte den Gästen im Laufe der Feier immer wieder die Möglichkeit geben, die Zeit zu genießen und zu verweilen. Da Nils ein großer Lesefan ist, waren sogar seine alten Karl-May-Bücher Teil der Dekoration. Für die Ecke hatten die beiden alte Teekisten besorgt. Heuballen vom Bauern dienten mit Decken als Sitzgelegenheiten. Selbstgenähte Kissen von der Braut komplettierten diese ungewöhnliche, aber wunderschöne Sitzecke.

Für die Geschenke stand übrigens ein großer alter Überseekoffer parat. Auch für das Gästebuch hatte Katharina einen kleinen alten Koffer aufgestellt, in dem die Stifte lagen. Das Gästebuch hatte eine Freundin der Braut selber gebunden.

Am Abend ging es an die liebevoll dekorierten Tische, die unter langen weißen Stoffbahnen standen. Kerzen, Teelichter und Wiesenblumen in unterschiedlichen Vasen empfingen die Gäste. Die Namensschilder der Gäste waren an ein kleines Tütchen mit Blumensamen gebunden – ein kleines Dankeschön an die Gäste, auch selbstgemacht von Katharina.

Bei dieser Hochzeit war Vintage wirklich genauso wie man es sich vorstellte. Einfach zauberhaft!

Alle Fotos von Seel Photodesign, www.seel-hochzeitsfotografie.de

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s