Hochzeitstage und ihre Bedeutung – Teil 1

1. Hochzeitstag – Papier-Hochzeit

An ihrem ersten Jahrestag ist eine Ehe noch frisch und neu. Man hat sich noch nicht zu sehr an sie gewöhnt, sodass sie manchem leicht und durchsichtig erscheint wie ein Stück Papier. Die Liebe ist jung und man freut sich über ein einfaches, persönliches Geschenk wie einen Liebesbrief.

In einigen Regionen wird dieser Tag auch als baumwollene Hochzeit bezeichnet.

2. Hochzeitstag – Baumwollene Hochzeit

Baumwolle ist ein weicher und zugleich fester Stoff, der wohlig wärmt und angenehm zu tragen ist. So ist es auch mit einer jungen Ehe. Der Partner gibt Wärme und seine Gegenwart wirkt wohltuend. Ein gutes Geschenk zum zweiten Hochzeitstag ist etwas Praktisches wie ein warmer Schal oder ein schönes Tuch.

3. Hochzeitstag – Lederne Hochzeit

Im dritten Jahr einer Ehe hat das Paar schon einiges gemeinsam erlebt. Dadurch wurde die Ehe stabil und reißfest, blieb aber trotzdem flexibel. Zwei Eigenschaften, die sie mit Leder gemein hat. Traditionelle Geschenke an diesem Tag sind kleine Accessoires aus Leder.

Mancherorts heißt dieser Hochzeitstag auch Frucht-, Tannen- oder Weizen-Hochzeit.

4. Hochzeitstag – Leinen-Hochzeit

Das vierte Ehejahr wird oft als ein kritisches betrachtet. Doch der vierte Hochzeitstag zeigt, dass die Mühen überwunden wurden und eine enge Verbindung zwischen den Eheleuten besteht. Da auch Leinen ein fester Stoff ist, wurde es zum Symbol für diesen Jahrestag.

Auch einen anderen Stoff bringt man mit diesem Termin in Verbindung: Seide. Daneben gibt es Bernstein, Wein und Wachs als Symbole.

5. Hochzeitstag – Hölzerne Hochzeit

Die Ehe hat in ihrem fünften Jahr Bestand bewiesen und Stabilität wie Holz. Auch klopft man auf Holz, will man Unglück abwehren. Um den Tag zu feiern, ist es vielerorts Tradition, das Haus mit Holzketten, Holzschuhen oder Holzspänen zu schmücken. Und oft wird etwas Geschnitztes verschenkt.

6. Hochzeitstag – Zinnerne Hochzeit

Zinn ist ein glänzendes und sehr weiches Schwermetall. Es wird stumpf, wenn man es nicht regelmäßig aufpoliert. Als Symbol für das sechste Jahr soll es das Ehepaar daran erinnern, dass dies in einer guten Ehe nicht anders ist. Auch sie braucht Pflege und muss zum Glänzen gebracht werden.

Das Jubiläum wird mancherorts auch nach 6 ½ oder 6 ¼ Jahren gefeiert. Seltener ist seine Bezeichnung als Zuckerhochzeit.

7. Hochzeitstag – Wollene Hochzeit

In manchen Gegenden wird das Ende des „verflixten siebten Jahres“ als wollene oder Wollehochzeit bezeichnet. Wolle ist ein warmes und komfortables Material. Es soll nach dem „Unglücksjahr“ Wärme und Geborgenheit für die Ehe bringen.

Alternative Bezeichnungen für diesen Tag sind Kupfer- und Messing-Hochzeit. Es handelt sich dabei um Metall-Legierungen, aus denen viele Haushaltsgegenstände gefertigt werden.

8. Hochzeitstag – Bronzene Hochzeit

Bronze erhält im Alter eine Patina. Sie raubt dem Metall aber nicht seinen edlen Schein, sondern gibt ihm eine neue, reife Note. Ähnlich ist es in der Ehe. Nach acht Jahren haben die Partner einander kennen und schätzen gelernt. Das gegenseitige Erkennen hat sich um die Ehe gelegt wie eine Patina und verleiht ihr mit der Zeit ein edles Aussehen.

Andernorts wird die bronzene Hochzeit als blecherne oder nickelne bezeichnet. Auch Klatschmohn, Steingut und Salz sind Symbole für den achten Hochzeitstag.

9. Hochzeitstag – Keramik-Hochzeit

Ihren Ursprung hat diese Bezeichnung in der Töpferei. Ton muss in einem Ofen gebrannt werden, damit er hart und fest wird. So geht es auch in der Ehe. Ihr „Ofen“ waren die neun Jahre, in denen die Partner durch Höhen und Tiefen gingen und ihre Verbindung festigten. Und wie in einem Töpferofen entstand auch hier ein wunderschönes Gefäß.

Glas- und Kristall-Hochzeit sind zwei weitere Namen für den neunten Hochzeitstag. Seltener wird er als Wasser- oder Weide-Hochzeit bezeichnet.

10. Hochzeitstag – Blecherne Hochzeit

Der zehnte Hochzeitstag wird vielerorts blecherne Hochzeit genannt. Viele Alltagsgegenstände sind aus diesem Material gefertigt – und wie diese hat sich nach zehn Jahren auch die Ehe als unverzichtbar für den Alltag erwiesen.

Häufig wird der Tag auch als Rosen-Hochzeit gefeiert. Denn obwohl sie ein Symbol der Liebe und Schönheit ist, hat selbst die Rose ihre Tücken. In Norddeutschland trägt der Tag auch den Namen Holz-Hochzeit.

(Quelle: Hochzeitstage – Jubiläen der Liebe; Copyright: Coppenrath Verlag GmbH & Co. KG, Münster)

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